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BESCHNITT Werkstatt-Tagebuch

Schriften

Heute am Datencheck: Warum deine Schrift im Druck anders aussehen kann

Ersatzschrift statt Wunschschrift, unscharfes Schwarz, Haarlinien, die verschwinden: Beim Datencheck schauen wir bei Texten am genauesten hin. Hier erfährst du, worauf es ankommt – und wie du es vor dem Export selbst prüfst.

Von DM Printhouse 4 Min. Lesezeit

Heute in der Werkstatt, irgendwo zwischen zwei Druckjobs: Datencheck. Datei öffnen, Format prüfen, Beschnitt prüfen, Bilder prüfen. Und dann der Moment, in dem wir am genauesten hinschauen – die Schrift. Denn bei Texten passieren die Fehler, die man am Bildschirm nicht sieht und auf Papier sofort. Hier ist, worauf wir achten, damit du es schon vorher selbst kannst.

Die Schrift, die plötzlich eine andere ist

Du hast eine schöne Schrift ausgesucht, im PDF sieht alles gut aus – und bei uns öffnet sich die Datei mit einer Ersatzschrift. Der Grund: Die Schrift war nicht eingebettet. Dann greift das Programm auf etwas zurück, das gerade da ist, und plötzlich stimmen Zeilenumbrüche, Abstände und Wirkung nicht mehr.

So vermeidest du das:

  • Canva: Exportiere als „PDF Druck“. Schriften werden dabei in der Regel automatisch mitgenommen.
  • Word: Speichere über „Speichern unter“ als PDF und aktiviere in den Optionen „ISO 19005-1-kompatibel (PDF/A)“ – damit werden die Schriften eingebettet.
  • InDesign, Affinity & Co.: Nutze ein Druck-Preset (z. B. PDF/X). Wer ganz sichergehen will, wandelt Texte vor dem Export in Pfade bzw. Kurven um – dann aber bitte eine bearbeitbare Version behalten.

Schwarz ist nicht gleich Schwarz

Das ist unser Klassiker. Text, der am Bildschirm tiefschwarz aussieht, ist in der Datei oft aus allen vier Druckfarben gemischt – etwa weil er in RGB angelegt wurde oder ein „Tiefschwarz“ gewählt ist. Für große Flächen kann das gewollt sein. Für Fließtext und kleine Schrift ist es keine gute Idee: Vier übereinanderliegende Farben machen feine Buchstaben schnell unscharf, und an den Kanten können leichte Farbsäume entstehen.

Unser Tipp: Texte in reinem Schwarz anlegen, also C 0 / M 0 / Y 0 / K 100. Das druckt scharf und sauber – gerade bei Kontaktdaten auf Visitenkarten oder Kleingedrucktem auf Flyern.

Wie klein ist zu klein?

Am Bildschirm zoomst du ran, auf Papier nicht. Als Faustregeln aus der Werkstatt:

  • Fließtext lieber nicht unter 7 pt, bei Visitenkarten und Flyern eher 8 pt.
  • Linien mindestens 0,25 pt stark – alles darunter ist eine Haarlinie, die im Druck verschwinden kann.
  • Weiße Schrift auf dunklem Grund etwas größer und kräftiger wählen. Helle Buchstaben auf voller Farbfläche „laufen“ optisch schneller zu als dunkle auf Weiß.

Unser einfachster Test: Seite zu Hause in Originalgröße ausdrucken und auf Armlänge halten. Was du dann nicht mehr lesen kannst, liest auch sonst niemand.

Feine Schrift trifft raues Papier

Naturpapiere wie Pergraphica Rough oder Biotop haben eine spürbare Oberfläche – genau das macht sie so schön. Sehr dünne Schriftschnitte und zarte Serifen können darauf aber etwas an Schärfe verlieren. Wenn du auf ein raues Papier druckst, wähle lieber einen Schnitt, der eine Spur kräftiger ist, oder gib der Schrift einen Punkt mehr Größe. Auf glatten Papieren kannst du feiner arbeiten.

Und wenn trotzdem was durchrutscht?

Dafür gibt es den Datencheck. Wir schauen uns deine Datei vor dem Druck an und melden uns, wenn uns etwas auffällt – fehlende Schriften, gemischtes Schwarz, zu feine Linien. Wenn du dir vorher unsicher bist, schick uns die Datei einfach vorab per Mail oder WhatsApp. Wir sagen dir ehrlich, ob das so passt.

Bereit zum Drucken? Format, Papier und Auflage für deine Flyer wählst du direkt hier: Flyer drucken – DIN A6, A5, A4 im Konfigurator. Für Visitenkarten geht's hier entlang: Visitenkarten – alle Papiere & Auflagen.

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