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BESCHNITT Wissen

Grammatur

80, 170 oder 300 Gramm? Grammatur einfach erklärt

Was bedeutet g/m² eigentlich – und warum fühlen sich zwei Papiere mit gleicher Grammatur ganz unterschiedlich an? Ein kleiner Wegweiser von 80 bis 350 Gramm, mit Tipps aus der Werkstatt.

Von DM Printhouse 3 Min. Lesezeit

Bei fast jeder Bestellung kommt irgendwann die Frage nach der Grammatur. 80, 170, 300 Gramm – die Zahlen kennt man irgendwie, aber was heißt das jetzt für deinen Flyer oder deine Karte? Hier kommt die Antwort, so wie wir sie am Tresen auch geben würden: mit Papier in der Hand.

Was Grammatur eigentlich bedeutet

Die Grammatur gibt an, wie viel ein Quadratmeter des Papiers wiegt – also g/m². Ein Bogen DIN A0 ist genau einen Quadratmeter groß. Ein A4-Blatt ist ein Sechzehntel davon. Heißt: Ein A4-Blatt Kopierpapier mit 80 g/m² wiegt rund 5 Gramm, eine A4-Karte mit 300 g/m² knapp 19 Gramm.

Mehr Gramm bedeutet also mehr Material – meistens fühlt sich das Papier dann auch steifer und wertiger an. Aber eben nur meistens.

Grammatur ist nicht gleich Dicke

Hier liegt der häufigste Denkfehler: Zwei Papiere mit gleicher Grammatur können sich komplett unterschiedlich anfühlen. Entscheidend ist das sogenannte Volumen – also wie locker oder dicht die Fasern gepackt sind.

  • Gestrichene Papiere (glänzend oder seidenmatt) sind dicht und glatt. Bei gleichem Gewicht sind sie dünner.
  • Naturpapiere mit Struktur wie Pergraphica Rough oder Metapaper Rough haben mehr Volumen. 300 g/m² fühlen sich da oft kräftiger an als 300 g/m² Hochglanz.

Deshalb lohnt es sich, nicht nur auf die Zahl zu schauen, sondern auf die Papiersorte dazu.

Welche Grammatur für welchen Zweck?

Als grobe Orientierung, wie wir sie in der Praxis nutzen:

80–100 g/m²: Alltag und Masse

Briefe, Handouts, Skripte, Innenseiten. Leicht, gut zu falten, günstig im Versand. Für Werbung meistens zu dünn – das Papier wirkt schnell wie ein Ausdruck aus dem Büro.

120–160 g/m²: Der Sprung zur Qualität

Briefpapier, das nicht nach Kopierer aussieht, Flyer, die man zum Verteilen in großer Menge braucht, Innenseiten von Broschüren. Hier merkt man schon deutlich, dass jemand sich Gedanken gemacht hat.

200–250 g/m²: Stabil, aber noch flexibel

Umschläge für Broschüren, Flyer, die etwas aushalten sollen, Menükarten, Plakate im kleinen Format. Ab hier solltest du beim Falzen ans Rillen denken – sonst bricht die Farbe an der Kante.

300–350 g/m²: Karton für den ersten Eindruck

Visitenkarten, Postkarten, Einladungen, Tischkarten. Das ist die Stärke, bei der man eine Karte gern in der Hand behält. Wer noch mehr Stabilität will, kann zusätzlich laminieren lassen.

Drei Tipps aus der Werkstatt

  • Beidseitiger Druck? Unter 120 g/m² kann ein kräftiges Motiv auf der Rückseite durchscheinen. Bei vollflächigen Bildern lieber etwas stärker wählen.
  • Versand mitdenken: Bei Mailings zählt jedes Gramm. Rechne kurz nach, bevor du dich für schweren Karton entscheidest.
  • Im Zweifel fühlen: Komm vorbei und nimm die Muster in die Hand. Das sagt mehr als jede Tabelle.

Dein Papier, deine Wahl

Beim Digitaldruck Vollfarbe – Express Sameday kannst du direkt im Shop zwischen 80 g/m² und 350 g/m² wählen – von mattem Standardpapier über Hochglanz bis zu Pergraphica und Metapaper, auf Wunsch auch mit Glossy-Laminat. Für Karten findest du die passenden Papiere bei den Postkarten und Visitenkarten. Und wenn du dir unsicher bist: Schreib uns oder komm in die Silberburgstraße 131 – wir legen dir die Muster gern auf den Tresen.

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